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Schwimmbad Winnweiler

Eingeschränkter Betrieb ab 01.09.: 
Schwimmberbecken beheizt, Plansch- u. Nichtschwimmerbecken geschlossen 
Di+Do bis 19 Uhr, ansonsten täglich bis 15 Uhr geöffnet
ab 13 Uhr ermäßigter Eintritt
letzter Öffnunsgstag: So, 12.09.10
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August 2010

Winnweiler Rundschau
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Börrstadt

Börrstadt


Fläche in ha: 1510 evangelisch: 35,39%
Einwohnerzahl: 987 röm.-katholisch: 62,79%
davon männlich: 494 deutsch: 98,28%
davon weiblich: 503 verheiratet: 50,35%

Straßen: 24 Häuser: 287 Familien: 444


Die Gemeinde Börrstadt am Fuße des Donnersberges blickt auf 1100 Jahre Geschichte zurück (10.02.891 erste urkundliche Erwähnung). "Birensceidt" hieß Börrstadt damals, was soviel heißt wie Grenzwald mit Birnbäumen. Börrstadt war neben Winnweiler die größte Siedlung in der Winnweiler Gemarkung. Bereits 14 leibeigene Bauerngüter gab es zu jener Zeit. In den Jahren zwischen 1400 - 1500 erfuhr Börrstadt allerdings eine Teilung in Ober- und Niederbörrstadt, bedingt durch Verpfändungen des Ortes. Die Oberbörrstadter waren Untertanen der Falkensteiner, der Obersteiner und der Kurfürsten von der Pfalz.

Niederbörrstadt gehörte zum Fürstentum von Nassau-Weilburg. Der 30-jährige Krieg von 1618 bis 1648 hinterließ auch in Börrstadt seine Spuren. Die Bevölkerung starb ganz aus. Nur allmählich siedelten sich dann wieder Familien in den Ortsteilen an. Und erst nach 1793, nach der französischen Revolution, endete diese Zweiteilung.

Das heutige Wappen von Börrstadt spiegelt noch den früher zweigeteilten Ort. Es enthält annähernd die Gerichtssiegel von Ober- und Niederbörrstadt. Das falkensteinische Oberbörrstadt hatte die Gottesmutter mit dem Jesukind im Siegel, Niederbörrstadt das Ankerkreuz. Hinzu kam beim offiziell 1931 genehmigten Wappen von Börrstadt der Kirschenzweig als Hinweis auf den Börrstadter Kirschenanbau, der damals in hoher Blüte stand.

Heute leben fast 1.000 Menschen in der Gemeinde, davon etwa 1/4 Kinder und Jugendliche. Für alle Altersgruppen gibt es spezifische Angebote, z.B. Krabbelgruppe, Kindergarten, Jugendraum, Seniorenkreis, verschiedene Vereine.

Die Landwirtschaft hat allerdings nicht mehr den Stellenwert wie früher. Es gibt nur noch wenige Landwirte. Die meisten Menschen arbeiten außerhalb der Gemeinde.

Börrstadt ist ein Dorf, das mit dem Bedarf gewachsen ist. Es hat dadurch einerseits viel von seinem ursprünglichen Charakter erhalten, weist aber auch viele moderne fortschrittliche Züge auf.

Zu Börrstadt gehören die Höfe: Hahnweilerhof, Kreuzhof, Walzhof, Sonnenhof, Herfingerhof, Theresienhof, Lindenhof, Mühlbusch.

Sehenswürdigkeiten:
- Wallfahrtskapelle "Maria Hilf" im oberen Kirchtal - mit Kreuzweg durch den Wald. Errichtet aufgrund eines Gelöbnisses im Jahre 1945, eingeweiht am 1. Mai 1950 (Wallfahrt 1 x jährlich im Mai von der Kath. Kirche zur Kapelle)

- Katholische Kirche St. Nikolaus, erbaut um 1800, mit Steinen der alten Hahnweilerkirche auf dem Hahnweilerhof, die während des 30-jährigen Krieges zerstört wurde. Wahrscheinlich wurden auch Steine der alten Kirche von Börrstadt verwendet, die im 15. Jahrhundert erbaut worden war, aber aufgrund ihrer Baufälligkeit nicht mehr genutzt werden konnte. Während die alte Kirche von Börrstadt auf dem Friedhof stand, steht die heutige Kirche im Ortskern von Börrstadt. Daneben befindet sich ein steinernes Kreuz aus dem Jahre 1752.

- Die Kreuzkapelle der Familie Karch, Kreuzhof, erbaut 1999

- Sport- und Freizeitanlage Börrstadt (Brunnenanlage, Spielplatz, großer Festwiese, Grillplatz) mit einer von Karl-Heinz Jung geschaffenen Garteneisenbahn als besondere Attraktion (originalgetreue Nachbildung von Lokomotiven; auf den Anhängern dürfen die Kinder mitfahren)

- Die Kirschblüte auf dem Petersberg (zur Blütezeit ist der Petersberg ein einziges Blütenmeer)

- Das alte Forsthaus auf dem Hahnweilerhof erbaut 1737 zur Habsburger Zeit als Wohnhaus mit Stallungen und Scheune in Eichenfachwerk als geschlossene Hofanlage. Vieles wurde zwar verändert, aber Decken, Innenwände und Dachstuhl sind noch ursprünglich. Der Türsturz über dem Eingang zeigt den österreichischen Doppeladler. Das Forsthaus steht unter Denkmalschutz.

- Die Eremittenklause beim Hahnweilerhof ungefähr 1 km nordwestlich vom Hahnweilerhof liegt in einem Talende eine Höhle neben einer Quelle. Sie ist ca. 2,40 x 3,70 m groß, hat einen knapp mannshohen Eingang und eine Öffnung nach oben. Sie ist als Eremittenklause bekannt. Wahrscheinlich gab es diese Klause schon vor 1468. Es gibt auch die Vermutung, daß es eine Kapelle war, wofür die Kreuzgewölbedecke spricht.

- Hinkelstein aus der Steinzeit
Er steht östlich des Röderhofes an der Gemarkungsgrenze zwischen Börrstadt und Imsbach. Es ist der Rest eines einst wohl recht großen Menhirs, der in späteren Jahrhunderten zerkleinert wurde, um Grenzsteine o. ä. daraus herzustellen. Darauf deutet auch ein heute im unteren Bereich des Steines noch vorhandenes Keilloch hin.

- Grabhügel aus der älteren Eisenzeit (ca. 800 - 400 v. Chr.) In der Waldabteilung Pfaffenschlag (nahe Hahnweilerhof) 6 Grabhügel mit Durchmessern zwischen 9 - 14 m. In der Waldabteilung Bocksrück 3 Grabhügel.

- interessante Wanderwege z.B. zum Schwarzenbrunnen (schön gestaltete Quelle), zum "Sauperch" (frühere Anlage um Wildschweine zu fangen)

- Fahrradweg von Börrstadt nach Langmeil, Imsbach, Hahnweilerhof, Börrstadt

- Die Wanderer können in Börrstadt gut rasten: 4 Restaurants bzw. Gaststätten bieten kulinarische Spezialitäten

 
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