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Verbandsgemeinde Winnweiler Aktuell

50 Jahre Zweckverband Wasserversorgung Westpfalz: 1970-2020

Weilerbach. Auf sein 50jähriges Bestehen kann in diesem Jahr der „Zweckverband Wasserversorgung Westpfalz“ zurückblicken. Enorme Probleme in der Wasserversorgung von etlichen Gemeinden in der Nord- und Westpfalz vor fünf Jahrzehnten führten zu seiner Gründung.

Heute versorgt der Verband über die örtlichen VG-Werke 127 Ge- meinden, in sieben Verbandsgemeinden, mit Trinkwasser, in denen rund 72.000 Einwohner leben.  Der Wasserverbrauch hat sich in den letzten Jahren auf etwas über 5 Millionen Kubikmeter pro Jahr  eingependelt.

Seine Aufgabe, die Region mit bestem Wasser zu versorgen, hat der Zweckverband in diesen fünf Jahrzehnten trotz immer neuer Heraus- forderungen und mancher Widrigkeiten immer gut gemeistert und damit eine ganz wichtige Basis zur Regionalentwicklung gelegt. In dieser Zeit wurden alleine vom Zweckverband -ohne die Investitionen der VG-Werke- rund 96 Millionen Euro in eine sichere Wasserver- sorgung investiert. Auch wenn unsere Aufgaben mit den derzeit wenigen Niederschlägen,  anhaltend längeren Trockenzeiten sowie dem Klimawandel nicht einfacher werden, gilt der sicheren Wasser- versorgung der Region auch in der Zukunft unser Hauptaugenmerk, bringt der  Verbandsvorsteher Arno Mohr das künftige Ziel auf den Punkt.  

Gute Zusammenarbeit  und Grundwasserbewirtschaftungskonzept

Dabei wird wie in der Vergangenheit auf eine Zusammenarbeit  mit anderen  Wasserversorgern gesetzt. Dies geschieht schon eine Zeitlang, vor allem mit den SWK Stadtwerken Kaiserslautern, wie auch dem Wasserzweckverband „Ohmbachtal“ in Schönenberg-Kübelberg. Geradezu wegweisend war dabei das Grundwasserbewirtschaftungskonzept 2030, das der Zweckverband Wasserversorgung „Westpfalz“, zusammen mit den Stadtwerken Kaiserslautern, 2011 vorlegte und dabei die Nachhaltigkeit bei der Wassergewinnung für Mensch und Natur in den Mittelpunkt der künftigen Aufgaben stellte. Das Konzept soll jetzt fortgeschrieben werden, um auch den Herausforderungen des Klimawandels rechtzeitig begegnen zu können, so Arno Mohr.

Großes Fest geplant
Eigentlich sollte der „runde Geburtstag“ im August richtig groß und zusammen mit der Bevölkerung in Weilerbach bei einem Tag der offenen Tür auf dem Gelände des Wasserwerks gefeiert werden, so Mohr. Aber wie bei so vielen anderen Terminen und Veranstaltungen hat auch hier die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung der Verantwortlichen gemacht.

Broschüre 50 Jahre Zweckverband
Wegen der enormen Bedeutung der Trinkwasserversorgung wurde allerdings nicht auf die Herausgabe einer eigenen Broschüre „50 Jahre Zweckverband Wasserversorgung „Westpfalz““ verzichtet, in der die Entwicklung des Verbandes von Anfang an, bis zur heutigen Zeit, gut nachvollzogen werden kann.

Prekäre Wasserversorgungslage Ende der 1960er Jahre
Das Wasserwirtschaftsamt Kaiserslautern wies damals in einem Schreiben an die Kreistage Kaiserslautern, Kusel und Donnersberg darauf hin, dass durch die langen  niederschlagsfreien Monate die Wasserversorgung in vielen Städten und Gemeinden der West- und Nordpfalz so prekär geworden sei, dass Sofortmaßnahmen unum- gänglich seien, zumal die Wasserversorgung in einem Teil des Versor- gungsgebietes zusammenzubrechen drohe. Mit kleineren Behelfs- maßnahmen, wie dem Fahren von Wassern mit Milchlastern, seien die nächsten Jahre nicht zu überbrücken.  Die Sicherstellung der zukünf- tigen Wasserversorgung in der Nord- und Westpfalz sei als eine der dringlichsten Aufgaben für die nächsten Jahre anzusehen. Die  Be-wältigung dieses Problems sei eine entscheidende Voraussetzung für die zukünftige Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung des Raumes.  Eine Reihe von Gemeinden leide bereits seit Jahren unter akutem Wassermangel.  Eine großräumige Verbundlösung sei der optimale Weg für eine künftig ausreichende Trinkwasserversorgung.

Zunächst Planungsverband gegründet
Zu diesem Zweck wurde am  2. September 1970 im großen Sitzungs- saal des Landratsamtes Kusel ein Planungsverband gegründet. Zum ersten Vorsitzenden wurde einstimmig der Kuseler Landrat Gustav Adolf Held gewählt, der jeweilige Landrat des Donnersbergkreises fungierte als Vertreter.

Meilenstein in der Entwicklung 28. Juli 1970
Zuvor hatten die Kreistage der drei beteiligten Landkreise und der Stadtrat Kaiserslautern bereits einen Satzungsentwurf beschlossen, der durch die Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz genehmigt wurde.

Diese Satzung trat am 28. Juli 1970 in Kraft.  „Dieser Tag, so damals Landrat Held, müsse als Meilenstein in der Entwicklung unseres Ge- bietes angesehen werden“.

Weil dieser Planungsverband in seiner Arbeit und Wirkungsweise sehr eingeschränkt sei, forderte noch in dieser Sitzung der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Kaiserslautern, Baudirektor Hillenbrand, die Umwandlung in einen echten Wasserbeschaffungszweckverband, was dann auch geschah. Innerhalb eines Jahres sollte dann die Gesamtplanung der Wasserversorgung in der Nord- und Westpfalz stehen. Das heutige Betriebsgelände in Weilerbach wurde damals angekauft. Am 10. Dezember 1970 wurde dann der Planungsauftrag an die eigens aus drei erfahrenen Ingenieurbüros der Region neu gebildete ADM-Ingenieurgesellschaft vergeben.

Erster Haushaltsplan 1971 und erste Planungskonzeption
Er umfasste im ordentlichen Haushalt in Einnahmen und Ausgaben jeweils 91.250 Euro.

In einer ersten Planungskonzeption wurde von den ADM-Ingenieuren ermittelt, dass im Donnersbergkreis 46 Gemeinden mit 29.929 Einwohnern, im Landkreis Kaiserslautern 25 Gemeinden mit 24.776 Einwohnern und im Landkreis Kusel 65 Gemeinden mit 31.829 Einwohnern versorgt werden müssen. Dazu kam noch Meisenheim/Glan im Landkreis Bad Kreuznach. Der Wasserbedarf in 50 Jahren wurde mit 5,6 Millionen Kubikmeter/Jahr geschätzt. 260 Kilometer Leitungen müssten verlegt werden. 21 neue Hochbehälter und 23 Pumpwerke wurden vorgesehen, die Baukosten wurden mit 65 Millionen Mark geschätzt.  Es wurden dann die Standorte für die Hochbehälter und die Pumpstationen festgelegt.

Akute prekäre Wasserversorgungsnot 1971
Wegen akuter prekärer Wasserversorgungsnot wurde dann eine Noteinspeisung für das Lautertal, für das Finkenbacher Tal sowie ein Versorgungsprovisorium für die Gemeinden Cölln, Ransweiler, Mannweiler sowie Schiersfeld umgesetzt wie auch im Kuseler Raum etliche Versorgungsengpässe damals auftraten.  

Vier Brunnen geplant                     
Für die Wassererschließung waren vier Brunnen um Kaiserslautern  vorgesehen, deren Erschließung 76,5 Millionen Mark kosten sollten. Ein fiktiver Wasserverkaufspreis von 77 Pfennig pro Kubikmeter wurde kalkuliert. Zusätzlich wurde von einer 50-Prozent-Landesförderung ausgegangen.

Neue Satzung 1973 - VG-Bürgermeister erhalten künftig auch Einladung
Am 12. Februar 1973 beschloss die Versammlung eine neue Zweckverbandssatzung in Kusel. Mitglieder des Zweckverbandes sind zwar nur die drei Landkreise und die Stadt Kaiserslautern, aber künf- tig erhalten auch die Bürgermeister der neu gegründeten Verbands- meinden Einladungen zu den Sitzungen, weil die VG-Werke vor Ort für die Verteilung des Trinkwassers in den Gemeinden zuständig sind.

1973 erstmals hauptamtliche Mitarbeiter eingestellt
Es wurde mit Kurt Lauer ein Geschäftsführer und eine Halbtagsstelle als Schreibkraft beim Zweckverband eingestellt.

Investitionsvolumen 1974: 16 Millionen Mark
1974 sah der außerordentliche Haushaltsplan schon ein Volumen von 16 Millionen Mark in Einnahme und Ausgabe vor, so unter anderem für den neuen Hochbehälter Sulzbachtal und den Bau eines Wasser- werkes mit Gebäuden und Dienstwohnungen in Weilerbach. Die erste vom damals zuständigen Minister Otto Meyer angebotene Zuschussquote von 70 Prozent erscheint vor Ort als zu gering, es werden 90 bis 95 Prozent gefordert. 1978 werden weitere technische

Mitarbeiter wie auch fürs Büro eingestellt, da der Aufgabenumfang beim Zweckverband immer größer wird.

1981: Verbandsgemeinden werden Mitglieder des Zweckverbandes
In der Sitzung am 16. Dezember 1981 wird eine Neuorganisation beschlossen. Mitglieder des Zweckverbandes sind neben den Landkreisen nun die jeweiligen Verbandsgemeinden und der Wasserzweckverband “Weihergruppe“, Weilerbach.

1984: Sitzverlegung von Kusel nach Weilerbach
1984 wird der Sitz des Zweckverbandes von Kusel nach Weilerbach ins Wasserwerk am Ramsteiner Weg verlegt. Im gleichen Jahr wird das neue Wasserwerk dort in Betrieb aufgenommen.

1985: Verbandsvorsteher Landrat Held und Geschäftsführer Lauer gehen in Ruhestand - Held als Vater und Motor des Verbandes gewürdigt
1985 geht der bisherige Geschäftsführer Kurt Lauer in Rente.   

Am 31. August 1985 scheidet Landrat Gustav Adolf Held als Vorsteher des Zweckverbandes altersbedingt aus. Er wurde als Vater und Motor für die Gründung und den Aufbau des Zweckverbandes von seinem Nachfolger Bürgermeister Walter Werner, VG Rockenhausen, bei der Verabschiedung besonders gewürdigt.

1989: Norbert Göbel neuer Werkleiter
1989 wird Norbert Göbel, bislang Werkleiter der „Weihergruppe“ und schon zusätzlich nebenbei beim Zweckverband aktiv, als neuer Werkleiter beim Zweckverband Wasserversorgung „Westpfalz“ eingestellt.  

1994 Wechsel in der Verbandsführung - Hans Habermann neuer Verbandsvorsteher
Am 5. August 1994 löst Hans Habermann, VG Lauterecken, den altersbedingt ausscheidenden Vorgänger Walter Werner als Verbandsvorsteher ab.

1998 erfolgen die Brunnenerschließungsmaßnahmen im Kolbental und Moosalbtal mit einem Investitionsvolumen von 16 Millionen Mark.

01.04.2001 TWK übernehmen Betriebsführung
Nachdem Werkleiter Norbert Göbel im Jahr 2001 in den Ruhestand tritt, übernehmen die Technischen Werke Kaiserslautern ab 01.04.2001 die Betriebsführung des Zweckverbandes.

Landkreise scheiden aus Verband aus
Neben dem Landkreis Kaiserslautern scheiden auch die beiden anderen Gründungslandkreise Donnersbergkreis und Kusel aus dem Zweckverband aus.

07.09.2006 Bürgermeister Arno Mohr neuer Verbandsvorsteher
Am 07.09.2006 wird Bürgermeister Arno Mohr, VG Alsenz-Obermoschel, zum neuen Verbandsvorsteher gewählt, nachdem sein Vorgänger Hans Habermann in den Ruhestand tritt.

2007/2008: Tag der offenen Tür und Gewe-Großbrand
01.09.2007 Tag der offenen Tür beim Zweckverband in Weilerbach mit   hohem Interesse der Bevölkerung      

Im Oktober 2008 kommt es durch einen Großbrand bei der Firma Reifenlager Gewe, Rodenbach, zu Umweltschäden an dem in der Nähe befindlichen Brunnens 4 des Zweckverbandes. Die Wasserförderung aus diesem Brunnen muss auf Jahre hinaus eingestellt werden.

Grundwasserbewirtschaftungskonzept 2030 wird erstellt
2008 wird mit der Konzepterstellung für ein Grundwasserbewirt- schaftungskonzept (14 Millionen Kubikmeter Wasserförderung/ 200.000 Einwohner) für den Großraum Kaiserslautern begonnen.

Ziel ist eine zukunftssichere, ökologisch sinnvolle und ökonomisch vertretbare Bewirtschaftung der Ressource Grundwasser. Die Vor- stellung findet am 10. März 2011 im Wasserwerk Rote Hohl in Kaiserslautern statt.

2010 Wasserlieferungsvertrag verlängert und hydrogeologisches Beweissicherung abgeschlossen
2010 wird der Wasserliefervertrag (500.000 Kubikmeter pro Jahr an den Zweckverband Wasserversorgung „Westpfalz“) mit dem Wasserzweckverband „Ohmbachtal“ verlängert.

2010 wird eine langjährige umfassende hydrogeologische Beweissicherung in den drei Fördertälern abgeschlossen. Ergebnis: Die jeweilige Entwicklung der Grundwasserstände hängt unmittelbar zusammen mit den äußeren Witterungsbedingungen, vor allem den  Niederschlägen.

2012 Planungen für Aktiv-Kohle-Filter-Anlage laufen an
2012 laufen die Planungen für die neue Aktivkohlefilteranlage auf dem Werksgelände in Weilerbach an. Ziel: Langfristig die hohe Wasserqualität sichern. Die Anlage wird am 08.09.2016 eingeweiht. Kosten 2,6 Millionen Euro.

2014 Energieeinsparkonzept verabschiedet
2014: Konzept zur Einsparung von Energiekosten -Strom- wird für alle Liegenschaften und Pumpstationen auf den Weg gebracht.

2017 Hochbehältersanierung läuft an
Konzept- und Prioritätenerstellung zur Erneuerung/Sanierung der rund 120 -davon derzeit 106 aktiven- Hochbehältern des Zweckverbandes

2019: Lieferung von Trinkwasser in sehr guter Qualität – erneute Bestätigung 
Bestätigung der Qualitätssicherung: ZWW liefert Trinkwasser in sehr guter Qualität, dieses Ergebnis zeigt sich bei 493 entnommenen Wasserproben.

2020 Fortschreibung des Grundwasserkonzeptes 2030                        
2020 Neubewertung der klimatischen Auswirkungen auf das Grundwasserdargebot unter Einbeziehung des demographischen Wandels als Fortschreibung des Grundwasserbewirtschaftungs- zeptes 2030 zusammen mit den Stadtwerken Kaiserslautern.

Allen, die den Zweckverband Wasserversorgung „Westpfalz“ in den fünf Jahrzehnten seines Bestehens unterstützt  haben, wird ganz herzlich dafür gedankt. Ein Dank geht vor allem an die Verbandsmitglieder für vertrauensvolle Zusammenarbeit, an den Betriebsführer SWK Stadtwerke Kaiserslautern, mit Markus Vollmer an der Spitze, und deren Mitarbeitern, an das Land Rheinland-Pfalz für die finanzielle Förderung des Verbandes, an die SGD Süd Kaiserslautern für immer gute fachliche Begleitung, an den benachbarten Wasserzweckverband „Ohmbachtal“, alle Ingenieurbüros und deren Mitarbeiter sowie auch allen bauausführenden Firmen. Wer Interesse an der Broschüre „50 Jahre Zweckverband Wasserversorgung „Westpfalz“ hat, meldet sich bitte bei der Geschäftsstelle in Weilerbach, Ramsteiner Weg 2. Sie ist auch online auf der Homepage des Zweckverbandes einzusehen.  

Verbandsvorsteher

  • 1970-1985 Landrat Gustav Adolf Held, Landkreis Kusel
  • 1986-1994 Bürgermeister Walter Werner, VG Rockenhausen
  • 1994-2006 Bürgermeister Hans Habermann, VG Lauterecken
  • 2006- heute Bürgermeister a. D. Arno Mohr, ehem. VG Alsenz-Obermoschel  

Geschäftsführer/Werkleiter:

  • 1970-1984             Kurt Lauer
  • 1984-1989/2000: Norbert Göbel
  • 2001-2011:           Wolfgang Albrecht, SWK
    2011-heute:          Michael Beine, SWK -Technische Leitung
  • 2011-heute:          Nicola Klein, SWK - Kaufmännische Leitung

 

Kennzahlen des ZWW Westpfalz

  • Versorgungsgebiet: Circa 1.200 Quadratkilometer
  • Versorgte Einwohner: Circa 72.000
  • Hochbehälter: 122, davon 106 aktiv
  • Angeschlossene Gemeinden: 127
  • Leitungslänge: 495 Kilometer
  • Anzahl Tiefbrunnen: 9 in 3 Gewinnungsgebieten
  • Wasserförderung: rund 4 Millionen Kubikmeter/Jahr
  • Wasserverbrauch:  rund 5,5 Millionen Kubikmeter/Jahr

Zweckverband Wasserversorgung „Westpfalz“
Ramsteiner Weg 2, 67685 Weilerbach